Pressemitteilung
Stadt Neresheim, 29.09.2026
Neresheim möchte sich für eine Gartenschau bewerben
Das Land Baden-Württemberg vergibt im kommenden Jahr die Landesgartenschauen sowie die Gartenschauen für die Jahre 2037 bis 2042. Der Gemeinderat der Stadt Neresheim hat am 16.09.2026 beschlossen, dass die Stadt Neresheim eine Bewerbung in Form einer Machbarkeitsstudie für eine Gartenschau ausarbeiten soll. Dabei handelt es sich bei einer Gartenschau im Vergleich zu den großen Landesgartenschauen, wie sie aktuell in Ellwangen stattfindet, um ein kleineres Format mit einer Dauer von 3-4 Monaten, welches im jährlichen Wechsel durchgeführt wird.
Die Bewerbung stelle eine einmalige Chance dar, die sich nur alle paar Jahrzehnte ergibt, informiert Bürgermeister Häfele. Bereits die Ausarbeitung der Bewerbungsunterlagen mit zahlreichen Beteiligten wie Bürger, Vereine, Institutionen, Firmen, Kommunalpolitik und Verwaltung bringt Ideen für die zukünftige Entwicklung der Gesamtstadt hervor. Gemeinsam werden Visionen erarbeitet, wie Neresheim in 20 Jahre aussehen kann. Auch wenn sich die aktuelle finanzielle Lage in den Kommunen als drastisch darstelle, so kann im Moment keiner die Entwicklung in den nächsten 10-15 Jahren voraussehen, betont das Stadtoberhaupt. Zumal mit dem Zuschlag für so ein Projekt eine hohe Förderquote einhergeht, die sogar mit anderen Förderprogrammen kombinierbar ist. So könne man im besten Fall von einer Förderquote von bis zu 70% ausgehen. Ohne das Projekt würden somit viele Dinge gar nicht umsetzbar oder finanzierbar sein.
Neresheim hat bereits in den vergangenen 10 Jahren viel umgesetzt und insbesondere der neu umgestaltete und ganzjährig blühende Stadtgarten Neresheim zieht Interessierte aus nah und fern an. Eine Kombination des Stadtgartens, der Innenstadt, des Klosters Neresheim sowie die Härtsfeldmuseumsbahn „Schättere“ biete sich ideal für eine Gartenschau an und lasse sich zudem aufgrund kurzer Wege sehr gut verbinden.
Parallel dazu strebt die Stadt Neresheim eine Aufnahme in das Landessanierungsprogramm Baden-Württembergs (sog. Städtebauförderung) an, um ein weiteres Ausbluten der Innenstadt zu verhindern und die Entwicklung zu einem modernen, lebenswerten Unterzentrum voranzutreiben.
Das Härtsfeld hat eine einzigartige Landschaft und Kultur, die sich lohnt, es landesweit in den Fokus zu stellen. Die Wisentweide, ein einmaliges Naturprojekt der Biodiversität, der Härtsfeldsee, hunderte Kilometer an Rad- und Wanderwegen (darunter die direkte Anbindung am Jakobsweg sowie Albschäferweg) und nicht zuletzt das weltweit größte Deckenfresko in der Abteikirche stellen bereits jetzt schon ein landesweites Alleinstellungsmerkmal dar.
Selbstverständlich wird auch das regionale Gewerbe mit einbezogen und Möglichkeiten zur Präsentation auf unterschiedlichste Weise geschaffen, erklärte Bürgermeister Häfele.
Mit der Information der Bevölkerung sowie Durchführung von Workshops mit vielen Beteiligungsmöglichkeiten wird zeitnah begonnen, versicherte Bürgermeister Häfele, so dass die Bewerbungsunterlagen im nächsten Jahr rechtzeitig fertiggestellt werden. Dabei werde man auf professionelle fachliche Unterstützung von renommierten Beratungs- und Planungsbüros zurückgreifen. Ob die Stadt Neresheim einen Zuschlag erhalten wird, erfährt man erst 2 Jahre später.
Bürgermeister Häfele appelliert an alle Interessierte und auch Kritiker, sich gerne offen und aktiv in den Bewerbungsprozess mit einzubringen und der visionären Weiterentwicklung der Stadt Neresheim eine Chance zu geben.
Tagesordnung:
1. Information und Vorstellung der Idee
2. Austausch und Fragerunde
3. Mitarbeit in Workshops und Arbeitsgruppen