Stadt Neresheim

Seitenbereiche

07326 81-0
  • Wechselbild der Gemeinde
  • Wechselbild der Gemeinde
  • Wechselbild der Gemeinde
  • Wechselbild der Gemeinde
  • Wechselbild der Gemeinde

Seiteninhalt

(9) "Neres-Ei"

Die ganz banale und naheliegende Idee bot ein Spiel mit der perfektesten Form aus der Natur, dem Ei. Der natürliche und ständig nachwachsende Rohstoff Schafwolle bietet selbst eine große Angriffsfläche für Lichteffekte und die Kräften der Witterung. Dem Betrachter eröffnet der Kristallisationskern Erkundung vielfältiger Bezüge zur Umgebung. Als Kontrast zur „gewachsenen“ Architektur, als Symbol für Fruchtbarkeit und Wachstum und durch das Material Schafwolle zum Härtsfeld und Neresheim.

Von Christine Hornung, Oliver Hornung und Oliver Sauter

Christine Hornung

Die 1956 in Bopfingen geborene Künstlerin und Mutter von drei Kindern absolvierte ein Lehramt-Studium unter anderem in den Bereichen textiles Werken und Biologie und besetzt derzeit eine Dozierenden Tätigkeit an der Filzschule Oberrot. Sie verbindet in Ihren Arbeiten traditionelles Filzhandwerk der Nomadenvölker mit experimentellen Techniken.

Oliver Hornung

Oliver Hornung schloss 1984 eine Ausbildung zum Steinmetz und Bildhauergesellen ab, beschäftigte sich in den folgenden Jahren mit der Restaurierung von historischen Kunstdenkmälern, bis er im Jahr 2001 den Abschluss als Steinmetz- und Bildhauermeister sowie staatlich geprüfter Steintechniker absolvierte. In seiner eigenen Steinmetz- und Bildhauermeisterei beschäftigt er sich mit der Restaurierung von historischen Steindenkmälern, der Gestaltung von Steinobjekten und verschiedenen Kunstobjekten.

www.hornung-steinmetz.de

Oliver Sauter

Beim ständigen Spiel im Spannungsfeld zwischen Materialpräsenz, Arbeitstechniken und Illusionismus, dann der Ebene der reinen Komposition und grafischer Ordnung sowie dem Symbolgehalt von Materialien, Objekten und Fundstücken ergeben sich überlagernde Bildebenen und dadurch unzählige Assoziationsfelder. Die gern zugelassene Eigendynamik der Schaffensprozesse setzt die Schwerpunkte mal unterschiedlich, mal ausgeglichen. Der Idealfall ist eine untrennbar gewordene bzw. „gefundene“ Einheit zwischen den drei Bereichen, so dass ich diese verschiedenen Aspekte meiner künstlerischen Arbeit verwirklicht sehe: Ästhetischer Genuss und sinnliche Wahrnehmungsspielplätze, Bild-Erzählung bis hin zu harter Provokation. Im Sinne einer „Konzept-Kunst“ kann dabei auch das jeweilige verwendete Material oder die Technik sekundär werden – die Idee steht im Vordergrund, die nach der optimalen Umsetzung sucht. Somit entstehen mal reine Malerei oder Grafik, mal Bildobjekte, Skulpturen, Montagen bis hin zu Installationen und komplexen Projekten. Ich habe mindestens genauso viel Freude am Versuch, impressionistische Lichtstimmungen per Malerei einzufangen, wie an kreativen Wort- und Symbolspielen, die zum Nachdenken anregen.