Neresheim

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Härtsfeldmuseum im alten Vogthaus

Härtsfeldmuseum und Rathaus
Härtsfeldmuseum und Rathaus

Das Härtsfeldmuseum bietet auf rund 500 m² Ausstellungsfläche Einblicke in die Geschichte und Volkskultur der ehemaligen Oberamtsstadt Neresheim und des Härtsfelds. Eine übersichtliche Anordnung sowie informative Wandtafeln und Objektbeschreibungen laden zum Verweilen ein.

Preisgekröntes Heimatmuseum

Im September 2005 wurde das Härtsfeldmuseum Neresheim Preisträger des Wettbewerbs "Vorbildliches Heimatmuseum". Mehr dazu können Sie als PDF herunterladen.

Öffnungszeiten
Vom 1. April bis 31. Oktober 
sonntags von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr.

Bitte beachten Sie die Veröffentlichungen im Nachrichtenblatt hinsichtlich einer möglichen Schließung während der Sommerferien (eine vorherige Rückfrage bei der Tourist-Information unter Tel. 07326/81-49 wird empfohlen).

Sonderführungen jederzeit nach Voranmeldung bei der Tourist-Info (Tel. 07326/81-49) möglich.

Eintrittspreise
Erwachsene: 1,50 Euro
Behinderte, Wehrpflichtige / Zivildienstleistende: 1,00 Euro
Gruppenführung (bis 25 Personen): 20,00 Euro
Kinder bis 14 Jahren: 0,50 Euro

Rundgang

Apotheke Härtsfeldmuseum
Apotheke Härtsfeldmuseum

Keller
Im Kellergewölbe, einem der ältesten in Neresheim (Mitte 16. Jahrhundert), findet man Interessantes zur Geologie und eine vollständig erhaltene Apothekeneinrichtung aus dem 19. Jahrhundert.

Erdgeschoss
Die Wohnkultur auf dem Land wird durch 3 Räume im EG anschaulich präsentiert. Die gute Stube mit ihrem typischen Herrgottswinkel ist ebenso vertreten wie Küche und Schlafzimmer. Für Vorträge und Ausstellungen wurde ein Medienraum eingerichtet.

1. Obergeschoss
Auf der Ebene taucht der Besucher in die Geschichte der Stadt ein. Ob Exponate aus Alamannengräbern, Stadtansichten, Aspekte der Volksfrömmigkeit, Trachten oder der Einzug moderner Technik - alles macht den Alltag vergangener Zeit erfahrbar. Neresheimer Originale dürfen dabei nicht fehlen.

2. Obergeschoss
Eindrücke aus Handwerk, ländlichem Raum und der Kinderzeit vermitteln die Zimmer im 2. Obergeschoss.

Dachgeschoss
Auf dem Dachboden befinden sich zahlreiche Gegenstände aus der Landwirtschaft. Sie sind Ausdruck der bäuerlichen Lebenswelt, die das Härtsfeld prägte.

Hausgeschichte

Eröffnung Ausstellung 2000
Eröffnung Ausstellung 2000

Vom Altertumsverein zu den Museumsfreunden

Als am 15. September 1854 Neresheim Bürger im Gasthaus Adler einen Geschichts- und Altertumsverein gründeten, begann sich das Museumswesen zu entwickeln. Auch wenn die Überlieferung spärlich ist, so wissen wir, dass diese Gesellschaft das kulturelle Leben in der kleinen Stadt durch Vorträge und ähnliche Veranstaltungen bereicherte. Unter anderem begann man mit der Sicherung von alten Gegenständen.

Richtig in Schwung kam die Museumsidee aber erst 100 Jahre später mit dem damaligen Amtsrichter Dr. Karl Setz (1896 bis 1982) und Gärtnermeister Max Brenner (1894 bis 1983). Sie haben sich durch den Aufbau des Härtsfeldmuseums große Verdienste erworben. Rita Brenner führte schließlich das Werk ihres Vaters fort.

Ohne die unermüdliche Arbeit dieser drei Neresheimer würde es das Härtsfeldmuseum in seiner heutigen Form nicht geben. Mit der Wiedereröffnung zum 650jährigen Stadtjubiläum übernahm Holger Fedyna die Leitung im Museum. Ihm steht ein Freundeskreis bestehend aus 16 Personen zur Seite. Dei Museumsfreunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe ihrer Vorgänger anzutreten, die Museumsidee zeitgemäß weiterzuentwickeln und diese vor allem auch der jüngeren Generation nahe zu bringen.

Hausgeschichte

Das neben dem Rathaus stehende ehemalige Haus Raunecker diente früher den oettingen-wallersteinschen Vögten, später Oberamtsmännern, als Amtssitz. Erste Hinweise auf den Bau stammen aus dem Jahre 1531; die Quellen berichten von einem Brand. Vermutlich erhielt dieses Gebäude im Zuge der Wiederaufbauarbeiten ein neues Aussehen. Möglicherweise kam es auch 1628 zu Baumaßnahmen. Der Aufbau des Hauses im 17. Jahrhundert wird im Compilations-libel des Amtes Neresheim von 1663 beschrieben: Das Amts Haus gehört auch gndl. herrschaft alleinig, hat 4 Stuben, 5 Camern, 2 gewölbte Keller, 1 Speiß Cämerlein, 2 Geetryd Böden, an dem Hauß ist ein anbäulein, und darinen Stallung uff 4. Pferdt ist ziml. baudürfftig.

1766 entschloss sich die wallersteinsche Landesherrschaft das Gebäude zu sanieren und einen Umbau vorzunehmen. Mit der Bauleitung wurde Johann Baptist Wiedemann beauftragt, der zur gleichen Zeit auch mit dem Rathausneubau beschäftigt war. Nach den Baumaßnahmen befanden sich nun Amtsstube und Registratur im unteren Stockwerk.

Das ursprünglich mit einem Renaissance-Giebel versehene Vogthaus wurde 1806 an eine Privateigentümer verkauft. So gelangte es schließlich in den Besitz der Familie Raunecker, die dort eine Seilerei betrieb.

Das Härtsfeldmuseum

Als 1965 die Heimatstube im alten Vogthaus untergebracht wurde, fand das baufällige Gemäuer eine neue Nutzung. 1970 konnten die Räume nun ganz in ein Museum umgewandelt werden. Aber erst ein Beschluss des Landesdenkmalamtes aus dem Jahr 1974 rettete das Gebäude endgültig vor dem drohenden Abbruch. In der Zwischenzeit hatte sich das Museum bereits zu einem kulturellen Anziehungspunkt auf dem Härtsfeld entwickelt. Doch eine Sanierung wurde unumgänglich. So konnten die Neresheimer am 12. November 1977 nach über einjähriger Sanierung die Wiedereröffnung ihres Härtsfeldmuseums feiern.

Im Zuge des Doppeljubiläums 650 Jahre Stadterhebung und 25 Jahre Gesamtstadt beschloss der Gemeinderat eine Neugestaltung. Von 1998 bis 2000 wurde das Gebäude saniert, der Museumsbestand inventarisiert und restauriert sowie eine neue Ausstellungskonzeption erarbeitet. Konzeption und Projektleitung unterstanden der Museumsreferendarin des Ostalbkreises Heidrun Heckmann, dem Kreisarchivar Dr. Bernhard Hildebrand und Christine Reiher. Am 14. April 2000 wurde das Härtsfeldmuseum der Öffentlichkeit übergeben. Seitdem haben mehrer tausend Besucher eines der ältesten Gebäude Neresheim besucht und sind durch die zahlreichen Exponate der Geschichte des Härtsfeldes und der Stadt auf eindrucksvolle Weise begegnet.

Kontakt

Kontakt

Stadt Neresheim
Hauptstraße 20
73450 Neresheim
Fon: 07326 81-0
Fax: 07326 81-46
info(@)neresheim.de

Öffnungszeiten Rathaus

Montag bis Donnerstag:
Donnerstag:
Freitag:
8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
8.00 Uhr bis 12.30 Uhr

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